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Ein Therapiehund unterwegs

Tag: Team

Brief 145- 24 Stunden Rennen

Hallo,

boah, war das eine Nummer. Am Wochenende waren wir beim 24 Stunden Mountainbike- Rennen am Alfsee. Glücklicherweise sollte Sandra nur als Physio tätig werden und nicht mitfahren. Jeder, das was er kann, sage ich nur. Bei der Strecke, hätte ich uns anschließend nach Hause fahren müssen. Ne, ne, da sollte sie lieber die aktiven Fahrer und Fahrerinnen versorgen. Davon hatten alle Beteiligten mehr. Zumal sie den ganzen Schnitt heruntergezogen hätte, so langsam wie sie radelt.

Darum ging es nämlich in diesem Rennen. Die Fahrer hatten 24 Stunden Zeit, so viele Runden wie möglich zu fahren. Es gab Einzelstarter, 2er, 4er und 6er Teams.

Wir waren mit insgesamt drei 6er Mixed-Teams vor Ort. Das wiederum bedeutet, dass Frauen und Männer gemeinsam in einem Team angetreten sind. Es musste mindestens eine Frau pro Team radeln, und sie sollte mindestens 3 Runden in den 24 Stunden fahren.

Damit das Ganze nicht in einem totalen Radelchaos endete, wurde in jedem Team eine Reihenfolge für die Fahrer und Fahrerinnen festgelegt. Das erforderte eine geschickte Planung. Wer fährt am schnellsten, wie wird nachts gefahren usw. Jeder sollte genug Pausen zwischendurch haben und trotzdem sollten möglichst viele Runden zusammen kommen. Eigentlich waren alle mehr oder weniger zum Spaß dort. Aber bei dem ein oder anderen kamen dann doch ehrgeizige Züge durch und es wurde um die vorderen Plätze mitgefahren.

Ich war mir erst nicht so ganz sicher, was mein Job sein sollte. Daher habe ich mich auf drollig gucken, ordentlich mit der Rute wedeln und mich streicheln lassen eingestellt. Hat wunderbar funktioniert… Irgendeiner hat mich immer gekrault oder mit mir eine Runde gedreht und mir die große weite Welt am Alfsee gezeigt.

Was ich allerdings eine bodenlose Frechheit fand, war dass die Biker sich beim Fahren total eingesudelt haben und Sandra mit ihnen nicht gemeckert hat. Das sollte ich nur einmal beim Spaziergang wagen. Dafür würde sie mich sofort stramm stehen lassen und zu Hause; ab Marsch ruckizucki unter den Gartenschlauch. Nicht einer von ihnen wurde ausgeschimpft!!! Im Gegenteil, sie durften sich auf der Massageliege noch die Beine wieder fit massieren lassen.

Als ich mich dann demonstrativ auf die Liege gelegt habe um einfach mal ein bisschen herum zu posen, hat sie mich direkt heruntergejagt. Egal, alle andren waren nett zu mir. O.k., Sandra normalerweise auch… Vielleicht war sie auch nur nicht ganz ausgeschlafen. Wir mussten schließlich 24 Stunden wachsam sein, damit keiner auf der Strecke bleibt. Im wahrsten Sinne des Wortes. An Schlafen war da nicht richtig zu denken.

Es hat aber wunderbar geklappt. Beim Durchzählen nach dem Rennen, waren alle vor Ort und keiner ist verloren gegangen.

„Unsere Biker“ haben von über 20 Teams in der 6er Mix- Wertung den dritten und vierten Platz belegt. Sogar das echte Fun-Team, das wirklich nur just for fun an den Start gegangen ist, hat den elften Platz belegt. Herzlichen Glückwunsch an alle!!! Reife Leistung. Sandra und ich ziehen den Hut davor.

Uns hat das Wochenende sehr viel Spaß gemacht und vielleicht steige ich ja noch zum Teammaskottchen auf. Yeah, dann darf ich im nächsten Jahr eventuell wieder mit dorthin.

 

Bis bald

Toni

Brief 136- Ausflug nach Nottuln

Hallo,

auweia, das hat Mecker gegeben. Sandra war fast fertig mit ihrer Arbeit am Laptop und ich habe nur meine Schnauze vertrauensvoll abgelegt. O.K. dabei habe ich eventuell ein paar Tasten berührt…Und zack war alles futsch. Aber ehrlich, warum speichert sie es nicht ab, bevor ich mich dem Gerät nähere. Mich trifft somit mal so gar keine Schuld, finde ich zumindest.

Nachdem sie sich beruhigt hat, darf ich aber jetzt dran. Das ist gut, ich bin nämlich voll aufgeregt und möchte euch was erzählen.

Wir waren am Freitag bei Social Dogs in Nottuln. Dort haben Sandra und Hannes damals die Therapiehunde- Team Ausbildung durchlaufen. Steffi bildet nämlich Teams aus. Das heißt immer einen Menschen mit einem Hund zusammen. Sandra wollte Tipps von ihr, worauf sie jetzt schon bei mir besonders achten soll. Ich glaube sie hatte Sorge, dass ich ein Ruhrpottprollo bin. Bin ich aber gar nicht. Steffi und Sandra Steinkamp ( sie war auch mit ) waren sich einig, dass ich ein ganz normaler junger Hund bin und schon viel für mein Alter kann.

Steffi hat sogar gesagt, ich sei charmant!!! Allerdings weiß ich gar nicht was das bedeutet. Hört sich auf jeden Fall nicht schlimm an. Aufs Sofa darf ich zu Hause aber trotzdem nicht. Blöd, blöd, blöd…

Das Coolste ist, dass wir direkt im Anschluss an die Basisausbildung bei Sandra Steinkamp, mit der Teamausbildung starten können. Ich bin quasi jetzt in der Schule und danach in der Berufsausbildung. Und ich freue mich wie Bolle darauf.

Am Freitag habe ich auch Steffis Hunde kennengelernt. Und wir durften den Garten rocken. Wobei Finja eher tiefenentspannt zugesehen hat.

Fazit von diesem Ausflug, ich bin toll, auf einem guten Weg und trete ein schweres Erbe an.

Und Sandra muss geduldiger sein. Aber das ist ja nicht neu 😉

Bis bald

Toni

 

 

Brief 99 – Archemed

Hallo,

ich habe von einem tollen Projekt gehört, über das ich euch gerne etwas erzählen möchte.

ARCHEMED Ärzte für Kinder in Not e.V.

Dieses Projekt ist ein Hilfsprojekt in Eritrea und wurde im Juni 2010 von Peter Schwidtal ins Leben gerufen. Herr Schwidtal hat zuvor schon in Krisengebieten Hilfsprojekte und deren Teams tatkräftig unterstützt. Somit ist er ein erfahrener, alter Hase, was die Organisation und Arbeit in unterschiedlichen Ländern und deren Kulturen angeht. Das kann mitunter sehr von Vorteil sein. Es ist nicht immer einfach Menschen zu helfen und immer wieder stoßen die Teams vor Ort auf Probleme. Aber davon ließ er sich nicht irritieren und mittlerweile besteht ein gut organisiertes Projekt in Eritrea.

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