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Ein Therapiehund unterwegs

Kategorie: Briefe (Seite 1 von 18)

Brief 182- Gartenarbeit

 

Hallo,

heute stand Gartenarbeit auf dem Programm. Also, ich fand mich hervorragend als Gärtner. Sandra war da anderer Ansicht. Sie meinte, ich sei der weltbeste „Im-Weg-Herumsteher“ und „Blödsinnmacher“ den sie kenne. Entweder kennt sie nicht viele oder ich habe diese Titel wirklich verdient.

Gestartet sind wir mit dem Zurückschneiden von Sträuchern, Efeu und rupfen von Unkraut. Dabei habe ich vorbildlich geholfen. O.K. ich habe nicht immer die richtigen Sachen herausgerupft, aber woher soll ich wissen, was im Garten wohnen bleiben darf und was weg soll??? Hätte Sandra mich ordentlich eingearbeitet, wäre da auch nichts schief gelaufen bzw. schräg gerupft.

Pflichtbewusst, wie ich nun mal bin, wollte ich den Behälter mit Grünabfall auch ordnungsgemäß entsorgen. Dafür habe ich ihn zur Abfalltonne gezogen. Weit bin ich allerdings nicht gekommen. Das olle Ding war echt widerspenstig und ist dann blöderweise umgekippt. Das war quasi eine Verkettung ungünstiger Umstände. Sogar Sandra musste schmunzeln und das Grünzeug allerdings auch wieder einsammeln.

Zur Entschädigung habe ich ihr aber die Werkzeuge, die sie benötigte hinterher geschleppt. Schüppchen, kleine Harke usw. Was leider immer noch unauffindbar ist, ist ihre heißgeliebte Rosenschere. Glücklicherweise gibt sie zu, dass sie sie selber verbummelt hat. Ich vermute, dass sie  zusammen mit dem letzten Grünschnitt in der Tonne gelandet ist. Ganz aus Versehen, natürlich. Das hätte mir mal passieren sollen!!! Großalarm wäre dann hier!!!

Meine gute Tat des Tages war der Rettungsversuch der Wiesenblumen. Heldenhaft habe ich mich, wie einer der Avengers vor den Rasenmäher geworfen, damit sie nicht abgemäht werden. Naja gut, der Rasenmäher war aus und stand nur auf der Wiese. Aber er hätte durchaus losfahren können… Daher war mein Einsatz schon like a Superman!!! Ich habe es dann noch mit einer Art Sitzblockade versucht und ihr den Weg versperrt. Habe ich mal im Fernsehen gesehen. Da ich mich aber nirgendwo anketten konnte, hat Sandra mich energisch weggescheucht. Sie hat sogar gedroht, ein Räumungskommando zu bestellen, wenn ich nicht aus dem Weg gehe. Das wollte ich lieber nicht riskieren. Bei ihr weiß man nie so genau, ob sie so etwas nicht doch in die Tat umsetzt. Genug Leute kennt sie. Da ist bestimmt auch ein Räumkommando dabei!!!

Zum guten Schluss wurde noch der Wasserschlauch herausgeholt. Sehr cool, damit kann ich immer herrlich herum plantschen.

Somit war mein Tag sehr erfolgreich. Obwohl ich die Wiesenblumen leider nicht retten konnte…Da greift demnächst Plan B…

Bis bald

Toni

 

 

 

Brief 181- parfum de la vache und die Schaumparty

Hallo,

jetzt benötige ich aber echt einmal eure Unterstützung bitte…

Da hat Sandra doch steif und fest behauptet, ich würde stinken. Einfach so, ballert sie mir das vor den Latz. Dabei bin ich doch ein sensibles Kerlchen und nehme mir solche frechen Anschuldigungen zu Herzen. Unverzüglich habe ich Gegenmaßnahmen eingeleitet. Um ihr einen Gefallen zu tun und besser zu riechen, habe ich mich ordentlich in Kuhmist gewälzt. Aber mal so richtig. Auf dem Rücken liegend mitten durch gerobbt bin ich. Das war voll anstrengend alle Körperteile relativ gleichmäßig zu treffen. Stolz, wie Bolle bin ich zu ihr zurück getrabt. Und, was passiert…. Anstatt in Lobeshymnen voller Verzückung über meine Heldentat auszubrechen, gab es eine gehörige Portion Ärger!!! Jetzt würde ich angeblich noch mehr stinken!!! Also mal ehrlich, das kann auch anders ausgedrückt werden. Vielleich so in etwa, dass mein Geruch eher suboptimal ist.

Allerdings glaube ich, dass unsere Vorstellung von „gut riechen“ sehr unterschiedlich ist. Ich finde Kuhmist riecht super. Und Kalle Lagerfeld, der Typ, der wohlriechende Düfte abfüllen lässt, würde vermutlich ein weiteres Vermögen verdienen, wenn er „parfum de la vache“ herausbringt. Das heißt übrigens nichts anderes, als „Duft der Kuh“. Nur in Vornehm…

Das Duftdrama endete dann in unserem Garten mit einer Schaumparty. Ich komplett eingeschäumt und Sandra hatte quasi ihre Party. Abgebraust wurde ich dann mit so einem Akkukärcher mit Tierbrause. Super Teil sag ich euch. Den kann sie überall mit  hinnehmen. Ist ja Akku betrieben. Vor dem Ding bin ich somit nirgendwo sicher. Fakt ist, jetzt stinke ich!!! Wahrscheinlich irgendein Rosenblütenzeugs. Brrr….

Angeblich sehe ich jetzt wieder tutti aus und rieche auch vermutlich auch so.

Und jetzt kommt ihr ins Spiel… erklärt Sandra bitte, dass „parfum de la vache“ wohlriechend und kein Grund für eine weitere Schaumparty mit Kärcher ist…

Ich verlasse mich auf euch!

Bis bald Toni

Brief 180- Bienenalarm

Hallo,

Bienen sind voll gemein und böse!!! Ich habe denen gar nichts getan und die beißen mich einfach. Ja, ihr habt richtig gehört beißen!!!

Da spaziere ich harmlos, (Sandra würde treu doof sagen), am Wiesenrand entlang. Dabei schnüffele ich ganz gerne auch mal verträumt in der Gegend herum. Und was passiert….AAAAAAtacke!!! Insgesamt 6 Bienen stürzen sich auf mich und zack, zack, zack beißen die doofen Viecher mich ins Ohr. 6 auf einen, voll unfair!!! Nicht genug damit, die lassen auch nicht los. Ich, „wie von der Tarantel gestochen“, oder besser gesagt „von der Biene gebissen“ zu Sandras Mutter gerast. Glücklicherweise hat sie sofort reagiert und mich von den Quälgeistern befreit. Dabei ist sie auch noch 2mal gebissen worden. Voll frech die Viecher!!! Wir sind dann zum Tierarzt gefahren und ich habe eine RIESENGROSSE Spritze bekommen. Danach wurde der Schmerz weniger. Aber mein Ohr war noch einen Tag ganz dick. Vorteil, ich konnte immer behaupten, ich hätte es nicht gehört, wenn einer was zu mir sagt.

Bisher mochte ich die niedlichen Tiere auch immer ganz gerne. Ich bin ein großer Fan von Biene Maja und Willi. Wobei Maja glaube ich eine ganz schöne Zicke sein kann und Willi eher der Chilli- Willi ist, am liebsten faul herumliegt und immer Hunger hat. Egal, ich mag die Zwei und Honigbienen sowieso. Wir bekommen immer ganz leckeren Honig von Freunden. Ich darf den zwar nicht probieren, aber Sandra hat immer gute Laune, wenn sie den direkt vom Löffel aus dem Glas isst. Das wiederum kommt auch mir zu Gute 😉

Deshalb habe ich die Bienen in meinem Garten herumfliegen lassen. Wir haben sogar Schälchen aufgestellt, damit sie bei dem heißen Wetter etwas zum Trinken haben. Sogar mit Steinchen drin. Sie sollen doch einen Landeplatz haben, um nicht zu ertrinken. Bisher sind wir uns auch nie in die Quere gekommen und haben uns gegenseitig in Ruhe gelassen. Jetzt überlege ich ernsthaft, die Schälchen aus Rache leer zu süppeln.

Sandra meinte, ich solle mal die Pfoten still halten. Es sei glücklicherweise doch gut ausgegangen. Keine hat mich am oder noch schlimmer ins Maul gebissen. Die Schwellungen dort können nämlich lebensgefährlich werden. Häufig schwellen die Atemwege ganz schnell so stark an, dass keine Luft mehr durchkommt. In diesem Fall hätte ich ersticken können. Und allergisch sei ich auch nicht, dabei hätte ich einen Kreislaufkollaps o.ä. bekommen können. Daher hätte ich doch Glück gehabt und Sandras Mutter hätte mir doch auch gut geholfen.

Dann hat Sandra mir noch einen Vortrag darüber gehalten, dass Bienen im Normalfall auch wirklich nicht frech oder böse sind. Sie haben sich bestimmt durch mein Herumgeschnüffel bedroht gefühlt und nur um sich zu verteidigen gebissen. Dabei bin ich doch ganz friedlich. Aber o.k., das konnten Maja und Co nicht wissen. Und ehrlich gesagt, wenn ein Elefant in meinem Garten friedlich mit seinem Rüssel herumschnüffeln würde, würde ich mich auch bedroht fühlen. Das müssten ungefähr die gleichen Dimensionen sein. In diesem Fall, würde ich auch in Kampfposition gehen.

Was wir allerdings bisher nicht wussten, ist, dass Bienen stechen und beißen können. Das Stechen überleben sie allerdings nicht. Daher ist es von ihnen pfiffiger zu beißen.

Ich habe beschlossen mal nicht nachtragend zu sein. Das war halt ein großes Missverständniss und eine Verkettung ungünstiger Umstände. Wie so oft, wenn es zu Beißvorfällen kommt!!!

Also, werde ich darauf achten, dass die Schälchen weiterhin mit Wasser gefüllt sind und einfach besser aufpassen, wohinein ich meine Nase stecke.

Ich habe noch zwei Schilder gebastelt. Eins hänge ich ich am Gartentor auf.

„Vorsicht bissige Bienen“

Das hält bestimmt Einbrecher eher ab, als

„Vorsicht bissiger Toni“

Das glaubt sowieso keiner…

 

Bis bald

Toni

Brief 179- 2ter Geburtstag

I feel good, I fell so good…

Heute ist mein 2ter Geburtstag und natürlich der von meinen Geschwistern. Jetzt bin wirklich gaaaaaanz groß. Juppijeiyaeh!!!

Und ich hätte sooooo super gerne eine coole Party gefeiert. Habe ich Sandra auch vorgeschlagen. Meine Idee hat allerdings bei ihr dezente Schnappatmung verursacht und sie meinte, ich hätte wohl nicht „alle Latten auf dem Zaun“ und ich sei bei der Hitze wohl ein bisschen fufu und bluna. Keine Ahnung, was das nun wieder ist und vor allem, was unser Zaun damit zu tun hat. Der Zaun rund um den Garten wäre perfekt für meine Partyidee. Da hätte keiner abhauen können.

Ich weiß auch gar nicht, warum sie so ein Spielverderber ist. Ich fand meine Idee supi und finde, dass nach dem Ausbildungsstreß, der bestandenen Prüfung und anlässlich meines Geburtstages mal eine Party fällig gewesen wäre. Aber nö, einfach nur nö….

Dabei wär es auch nur eine kleine Multikultifeier geworden. Ich wollte ein paar Kumpels aus dem Zoo einladen.

Pavel das Kamel

Heidi das Huhn

Gisela das Zebra

Flocke das weiße Känguru

und ein paar von den lustigen Erdmännchen. Die peppen jede Party auf.

Dann hätte ich noch meine Hundekumpels eingeladen, Emma, Pia, Dargo, Lucky, Journo, Clyde, Happy, Luca, Laurie, Hugo, Lotta, Pepsi und Franca. Für Pepsi, Luca und Clyde hätte ich sogar extra einen Altenteilaufgemacht, damit sie von uns Junggemüse nicht genervt werden.

Mal ehrlich, das wäre eine voll coole Party geworden. Auch, wenn von meinen Verwandten keiner kommen könnte, weil alle so weit weg wohnen.

Und, wenn Fritz das Minischwein, bei dem ich immer vorbei spaziere nicht immer so böse gucken würde, dürfte er auch kommen.

Aber nee, ich darf erst gar keine Party schmeißen. Dabei ist die Abstimmung darüber unentschieden ausgegangen. Sandra dagegen, ich dafür… Warum Sandras Stimme mehr zählt, weiß ich nicht!!! Unser Garten sei zu klein für so viele, und ich sollte mich nochmal daran erinnern, welche Unmengen Pippi Pavel macht, wenn er loslegt. Er würde glatt den Garten fluten. O.k. auch nicht so schön.

Das Gegenargument mit dem Lärm lass ich nicht gelten. Einmal im Jahr darf eine Gartenparty stattfinden und unsere Nachbarn hätte ich auch eingeladen. Sie sind voll nett und, wer mitfeiert, beschwert sich sowieso nicht. Außerdem hätte ich mich dann mal für die vielen Lekkerchen bedanken können, die ich dort immer abstaube.

Ihr seht, mein Plan war gut durchdacht.

Wenn wir über Sandras nächste Party abstimmen, bin ich auf jeden Fall auch voll dagegen. Und voll dagegen zählt doppelt!!!

Trotzdem hatte ich einen coolen Tag. Sandra war auch lieb zu mir und ich habe ein neues Halsband, Lekkerchen, ein Intelligenzspiel und ein neues Stofftier bekommen.

Nachmittags waren wir noch bei einem Projekt, bei dem die teilnehmenden Kids einen Hundeführerschein erwerben konnten. Mit ihnen habe ich dann noch etwas gefeiert und sie haben mir einen Bumerang mit Quietsche geschenkt. Dinge mit Geräuschen bekomme ich von Sandra nie!!!

Also, ich möchte mal nicht herumjammern. Aber eine Gartenparty mit allen wäre auch cool gewesen.

Bis bald und happy birthday an alle meine Geschwister, rockt den Tag und lasst es richtig krachen!

Toni

Brief 178- Prüfung in Nottuln

Hallo,

jetzt bin ich groß… Glaube ich zumindest. Immerhin habe ich nun seit heute eine echte Berufsausbildung mit bestandener Prüfung. Und ich denke, dann bin ich endlich groß und ein ausgebildeter, geprüfter Therapiehund.

Heute war Prüfungstag bei Social Dogs in Nottuln. Ich war schon ein bisschen aufgeregt. Es kann immer mal was schief laufen. Bevor Sandra und ich an der Reihe waren, hatten aber schon ein paar meiner Klassenkollegen bestanden. Das hat mich doch etwas beruhigt. Und als unser Prüfungskind Jule noch zu mir gesagt hat, dass Stephie und Ulla nicht so streng seien, konnte es losgehen.

Jule war aber auch wirklich super. Sie hat gaaaaanz toll mitgemacht und super viele Lekkerchen für mich verdient. Dafür nochmal vielen, lieben Dank an dich, Jule. Es hat mir Spaß gemacht mit dir zu arbeiten und du hast mir gut dabei geholfen, die Prüfung zu bestehen. Die Teilnehmerurkunde hast du dir wirklich verdient. Ich hoffe du hattest genau so viel Spaß, wie Sandra und ich.

Aber auch an Stephie und Ulla vielen, vielen Dank von uns für die tolle Zeit und gute Ausbildung.

Nach bestandener Prüfung sind Yuno, Humboldt (genannt Hummel) und ich noch durch den Garten gerockt.

Zur Belohnung habe ich sogar ein neues Halsband bekommen. Da steht Herzensengel drauf… Was hätte ich wohl für eins bekommen, wenn ich durchgefallen wäre??? Bestimmt eins mit dem Schriftzug… „Trottel-Toni“ oder „Hunde-Horst“.

Nee, ich weiß, dass Sandra mich lieb hat, so wie ich  bin. Ob mit oder ohne bestandener Prüfung. Mit Prüfung, vielleicht nur ein klitzekleines Bisschen mehr 😉

Ein Hasenohr habe ich auch noch abgestaubt, lecker sag ich euch.

Back at home, hatte ich den Plan mal so richtig zu chillen. Eben, wie ein Großer. Das war aber leider nur mein Plan!!! Nach der Poolparty mit meiner Quietschente wollte ich zum gemütlichen Teil übergehen, dem auf der Sonnenliege. Leider, leider war Sandra der Meinung, dass ich trotz meiner bestandenen Prüfung darauf nichts zu suchen habe. Voll gemein!!!

Na, egal. Ich hatte insgesamt einen super coolen Tag.

Allen Prüflingen und ihren Menschen herzlichen Glückwunsch und viel Erfolg und Spaß mit eurem, neuen Job.

Bis bald

Toni

 

 

 

 

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