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Ein Therapiehund unterwegs

Tag: Hannes (page 1 of 5)

Brief 137- Kochbroschüre

Hallo,

es ist endlich fertig, juhu!!! Und ich finde, es ist richtig toll geworden. Mein Kumpel Hannes und die Kids vom Bauwagen haben sich voll Mühe gegeben.

Ach so, ich sollte euch vielleicht noch sagen, worum es geht, ich Depp.

Das Kochbuch ist fertig.

Die Kids vom Bauwagen der Jugendarbeit Christus Kirche haben im letzten Jahr mit Hannes Rezepte aus aller Welt gesammelt. Außerdem haben sie noch Details zu den einzelnen Ländern recherchiert. Super war auch, dass sie sich mit ihren Eltern hingesetzt und versucht haben, die Rezepte in deutscher Sprache aufzuschreiben.

Bei diesem Projekt war somit nicht nur soziales Miteinander gefragt, sondern auch Sprachförderung und Integration spielten eine Rolle.

Dank der großzügigen Spende des Lions- Club Hamm Hammona konnte aus dem Material eine kleine Kochbroschüre zusammengestellt und gedruckt werden.

Sarah vom Prospektlabor hat sich echt viel Mühe gegeben und ein cooles Layout von insgesamt 27 Seiten entworfen.

An alle Beteiligten an dieser Stelle vielen lieben Dank. Besonders auch an Sonja, die mit ihrem Engagement und ihrer Beharrlichkeit das alles erst ermöglicht hat.

Es ist so schön, dass die Kids jetzt ein fertiges Produkt in den Händen halten und sehen können, dass sie zusammen mit anderen so etwas Cooles hinbekommen haben. Gleichzeitig ist es auch eine tolle Erinnerung an Hannes.

Ich hoffe, dass ich seine Arbeit in Zukunft würdig weiterführen kann.

Wer gerne eine Ausgabe von „Hannes around the world“ ergattern möchte, kann sich an Sonja Knobloch von der Jugendarbeit Hamm Westen an der Christus Kirche wenden.

Und übrigens, als erstes bitte das Rezept von den Leberwurstpralinen ausprobieren und für mich welche zur Seite legen 😉

Aber, jetzt seht selbst.

Bis bald

Toni

 

Brief 123 – in Memory

Hallo,

im Namen von Hannes muss ich euch heute leider schreiben. Der Tag vor dem ich solche Angst hatte war am Sonntag 23. Oktober. Ich musste für Hannes eine Entscheidung treffen und ihn gehen lassen, weil es für meinen lieben, treuen Freund das Beste war.

Seit Anfang Juli wussten wir, dass Hannes Lymphdrüsenkrebs hat und dass seine Erkrankung nicht heilbar ist. Das Ziel war, ihm eine schmerzfreie, gute Zeit zu ermöglichen und den Weg mit ihm gemeinsam zu gehen. Ich habe Hannes damals versprochen, dass wenn er mir zeigt, dass er gehen möchte er das darf. Seine Zeit bis dahin sollte für ihn so normal und fröhlich wie möglich sein. Das haben wir geschafft. Gemeinsam, mit einigen tollen Menschen. An dieser Stelle lieben Dank dafür. Ihr alle, meine Familie, meine Freunde, Arbeitskollegen und vor allem auch die Tierartzpraxis mit all ihren Mitarbeitern, die uns mit Rat und Tat zur Seite standen und Tag und Nacht für uns da waren. Ohne euch alle wäre es für mich viel schwerer gewesen. Danke besonders auch an Lisa und Oli, die den letzten Weg mit Hannes und mir gegangen sind.

Danke an Andrea, dafür dass sie mir vor 5,5 Jahren Hannes anvertraut hat. Und an Leonie, dass sie Toni in meine Obhut gegeben hat. Er kam zum richtigen Zeitpunkt.

Danke auch an Melanie für die vielen schönen Fotos, die mir als Erinnerung bleiben.

Glücklicherweise haben Hannes und Toni sich noch kennengelernt und Toni hat sich ein paar Eigenarten von meinem Hannes abgeguckt. O.k. Großer, dass mit dem Pferdeäppel fressen hättest du ihm nicht unbedingt zeigen müssen 😉

Ich habe noch 4 herrliche Wochen mit den beiden gehabt und sehr schöne Erinnerungen daran.

Hannes, unsere gemeinsame Zeit war viel zu kurz, aber dafür sehr intensiv. Du bist und bleibst der beste Hund für mich. An dir war wirklich nichts, was hätte anders sein sollen. Dein Gespür für die Situation auch in der Therapiearbeit war unglaublich. Ich hoffe, Toni bekommt auch seine Chance und wird in deine Fußstapfen treten. Sein Erbe ist hart und die Latte hängt verdammt hoch. Im Moment ist es schwer nicht zu vergleichen, auch wenn ich genau weiß, dass ich das nicht machen sollte. Ich werde mich aber bemühen Toni als Toni zu sehen.

Bitte gebt ihr ihm auch eine Chance. Er wird und soll kein Hannes werden, sondern Toni sein.

Hannes, ich stelle mir vor, dass du hinter dem Regenbogen eine gute Zeit hast. Wahrscheinlich hast du dort einen Logenplatz und feuerst Toni an, mir den letzten Nerv zu rauben.

Ich bin für jeden Tag, den ich mit dir hatte und die vielen schönen Erinnerungen dankbar. Dein Platz in meinem Herzen ist immer für dich reserviert.

Und ich hoffe von ganzem Herzen, dass du eine wunderbare Zeit bei mir hattest und ich es geschafft habe, bis zum Schluss gut für dich da gewesen zu sein.

Mach es gut mein Großer

Ich vermisse dich jeden Tag

Sandra

Brief 122 – bei Jutta

Hallo,

wow, wir hatten einen richtig cooooooolen Tag. Wir waren mit Sandra Steinkamp und Journo bei Jutta auf dem Hof. Dort haben wir ihre Pferde, Ponys und Schafe kennengelernt.

Die sind alle total tiefenentspannt, inklusive Jutta. Ich glaube unsere Sandra hatte am meisten Sorge von allen. Kann ich aber verstehen. Minitoni ist zwar manchmal ein ganz großer (meint er zumindest, Anmerkung von mir), aber zwischen den Hufen wirkte er schon wie ein Hobbit.

Toni, wie immer sehr mutig, hat sich sogar mit Juttas Hilfe auf Trixies Rücken setzen lassen. Trixie ist sehr auf Menschen fixiert und kommt sofort an. Jutta hat uns erzählt, dass sie bei ihrer Geburt helfen mussten und, wenn ein Pferd als erstes einen Menschen sieht, bekommt es meist eine enge Bindung zu ihnen.

Ich habe mich mal zwischen die anderen gewagt. Außer Trixie leben auf der Weide noch Why Not, Cindy und Rudi. Rudi ist 35 Jahre alt und er hat auch als Therapeut gearbeitet. Genau, wie ich. Jetzt darf er seine Rente auf dem Hof genießen. Ich finde, das hat er sich wirklich verdient.

Gemein war nur, dass alle aufgepasst haben, dass Toni und ich keine Pferdeäppel futtern. Unsere Recherche, warum manche von diesen Äppeln superlecker sind und andere nicht schmecken hat ergeben:

Es liegt am Futter der Pferde.

Bitte liebe Pferdehalter gebt ihnen nur noch das Futter, das die Pferdeäppel zur Delikatesse macht. Das wäre eine coole Sache. Da sind Toni und ich uns einig!!!

Von der Pferdekoppel ging es dann rüber zu den Schafen. Allerdings wurden wir vor dem Bock gewarnt. Der ist der Chef und wird manchmal ungemütlich und fängt an zu schubsen. Voll doof…Schubsen, mal ehrlich, wer macht denn so etwas?! Na, immerhin besser als beißen!

Aber wir waren vorsichtig und es ging alles glatt. Das Beste an der Schafwiese war der Wasserkübel. Ich habe erst einmal ein Bad genommen und wurde dabei von den Schafen beäugt. Eventuell fanden sie es auch nicht so dolle, dass ich in ihrem Trinkwasser plantsche?!

Bei den Schafen hat nur eins einen Namen. Das Bocklämmchen. Er heißt Kevin und hat nichts zu melden. Wie gesagt, der Chef ist der große Bock. Kevin ist super, er ist total verschmust. Toni hat ihm ganz mutig die Schnute abgeschleckt.

Journo hat danach auch alles gegeben. Er ist ein australischer Hütehund. Naja, seine Rasse (Working Kelpie) kommt ursprünglich dort her. Er nicht. Trotzdem kann er Schafe hüten, das sitzt so drin. Es war ein bisschen schwierig, da die Schafe sich nicht so richtig hüten lassen wollten. Das hat ihn etwas verunsichert. Aber ich war beeindruckt. Toni auch. Der Erdnuckel ist aber auch einfach an allem interessiert und guckt immer ganz gespannt zu. Oder ist mittendrin und will mitmischen!!!

Es war ein toller Tag und Toni und ich sind jetzt müde und träumen gleich von Pferden und Schafen; und Pferdeäppeln…

Danke an Jutta und ihre Tiere für diesen tollen Nachmittag. Hoffentlich dürfen wir nochmal vorbei kommen.

Liebe Grüße

Hannes und Toni

Brief 121 – Toni in der Kita und im Seniorenstift

Hallo,

Toni war zum ersten Mal in der Kita Grasshüpfer und im Seniorenstift in der Mark. Ich muss schon sagen, Respekt. Toni hat das ganz souverän gemacht. Die Gruppe Kinder hat ihn gar nicht aus der Ruhe gebracht. Auch die Kids haben super gut mitgemacht und waren perfekt vorbereitet. Sie wussten alle, wie man einem Hund „Hallo“ sagt und welche Regeln im Umgang mit Hunden zu beachten sind. Toni hat voll den Streber heraushängen lassen und erst einmal gezeigt, was er mit 10 Wochen schon alles drauf hat. Angeberbaby!!!

Dabei guckt er sich echt viel bei mir ab. Laut Sandra ist das gut so. Sei einfacher für sie.

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Im Seniorenstift hat er dann auch alles gegeben und die älteren Herrschaften verzaubert. Stellt euch vor, sie wollten ihn dort behalten!!!

Das wiederum wollte Sandra aber nicht und wir haben den Hasenpups wieder mit nach Hause genommen.

Hier gibt er allerdings auch alles und raubt uns insbesondere morgens den letzten Nerv. Dann macht Toni nämlich nur Dummheiten. Neulich stand er freudestrahlend mitten auf dem Wohnzimmertisch und war total entrüstet, als Sandra ihn dort herunter geschmissen hat!!!

Jetzt grade dekoriert er wieder einmal das Wohnzimmer um. Mann, mann, mann manchmal nervt er echt. Dann würde ich ihn kurzfristig schon gerne im Seniorenstift abgeben. Aber ich würde ihn auch recht schnell wieder vermissen, glaube ich…

Daher, geduldig und konsequent sein, er muss noch viel lernen!!!

Wenn Toni mit Dekorieren, Dummheiten machen usw. fertig ist, meldet er sich bestimmt auch wieder bei euch.

Bis dahin

Liebe Grüße

Hannes

Brief 120 – Toni und die Pferdeäppel

Hallo Leute,

heute habe ich in Sachen kleiner Snack am Wegesrand von Hannes viel gelernt!!!

Wir sind im Wald spazieren gegangen. Ja also, nicht direkt im Wald. Immer schön auf den Wegen bleiben war die Ansage. Haben wir auch brav befolgt. Hannes kennt das schon und hat aufgepasst, dass ich nichts falsch mache.

Uiuiui, einmal wäre ich beinahe kopfüber in so einen Schlammtümpel geplumpst. Hannes meinte hinterher, das hätte voll Ärger gegeben. Da scheint Sandra nicht sooooo viel Spaß zu verstehen. Ich höre mal besser auf ihn. Er kennt sie immerhin schon lange und gut.

Und er hat richtig viel Lebenserfahrung. Deshalb habe ich auch nicht gezögert, als er mir was von diesen komischen runden Dingern zum Probieren übrig gelassen hat. Sie lagen am Wegesrand und schmeckten echt nicht schlecht. Er hat während ich gefuttert habe auch aufgepasst, ob die Luft rein ist und Sandra nichts merkt. Ich kann noch nicht beides gleichzeitig. Obacht geben und futtern, meine ich.

Warum Sandra als sie uns entdeckt hat allerdings so zerknirscht geguckt hat, weiß ich nicht. Sie hätte ja auch was abhaben können. Also Hannes und ich sind da ganz großzügig. War auch genug da.

Was ich auch nicht ganz kapiert habe, ist, warum nicht alle von diesen Pferdeäppeln lecker sind?!

Das müssten wir glatt einmal vor Ort im Pferdestall recherchieren.

Grundsätzlich finde ich alles spannend und kann auch fast alles gebrauchen. Meist teste ich die Sachen erst einmal auf ihre Haltbarkeit. Nicht immer zum Wohlwollen aller…

Hannes macht dann zwischendurch eine Pause. Ich finde er ist da ganz geduldig und wartet ohne zu nölen auf mich.

Jetzt wird aber erstmal ein Schläfchen gemacht. So ein Waldspaziergang ist volle Möhre anstrengend.

Liebe Grüße von Hannes und bis bald

Toni

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