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Ein Therapiehund unterwegs

Schlagwort: Luxemburg

Brief 183- 2 Jahre bei Sandra

Hallo,

heute vor 2 Jahren hat Sandra mich bei Leonie in Luxemburg abgeholt. Da war ich noch ein klitzekleiner Hasenfurz. Jetzt bin ich groß und fast erwachsen.

Uiiuiui, wenn ich an den Abholtag zurück denke… mir war schon etwas mulmig. Weg von Leonie, meiner Mutter Josie und meinen Geschwistern. Und weit weg von meiner vertrauten Umgebung. So schlimm war es dann aber gar nicht.

Sandras ganze Familie hat mich fröhlich empfangen und kümmert sich seitdem ganz liebevoll um mich. Natürlich rappelt es zwischendurch auch mal im Karton. Besonders, wenn ich wieder einmal Affenquatsch verzapft habe.

Und, Hannes, hat zu dem Zeitpunkt auch noch gelebt und mir beim Einleben in mein neues zu Hause geholfen. Von ihm konnte ich noch einiges lernen, bevor er gestorben ist. Er hat mir beigebracht, dass Pferdeäppel zum Essen da sind, dass wir uns nach Herzenslust in Kuhfladen wälzen können, ich vor bimmelnden Kirchenglocken und den Tierärzten keine Angst haben muss, dass der Postbote nichts klaut und er hat mir die große, weite Welt gezeigt.

Und nicht zu vergessen, die coolen Nachbarn. Da staube ich immer ein Lekkerchen durch den Zaun ab und sie unterhalten sich mit mir. Im Winter ist die Ausbeute allerdings nicht so groß, da sehen wir uns kaum.

Bis auf so ein paar Kleinigkeiten ist es bei Sandra auch supi. Woran sie noch arbeiten könnte, ist, dass sie mich, wenn sie kocht nicht aus der Küche schickt. Da fällt immer mal was runter und, wenn ich nicht vor Ort bin, komme ich nicht an die abgestürzten Sachen dran. Auf dem Sofa liegen darf ich auch nicht. Blöd, blöd, blöd… Aber das erlauben mir Sandras Eltern. Die stellen sich mit ihren Möbeln nicht so an!!! Sandra behauptet doch glatt, ich sei dort der Prinz.

Ihr seht, mir geht es gut und ich habe auch einen tollen Job. Mittlerweile bin ich ausgebildeter Therapiehund und bin mit Spaß bei der Sache.

Gruß nach Luxemburg und an alle meine Geschwister. Ich hoffe euch allen geht es gut.

Bis bald

Toni

Brief 151- Luxemburg

Hallo,

in der letzten Woche waren wir an meinem Geburtsort in Luxemburg. Wir, sind meine Sandra, Sandra Steinkamp, Clyde, Journo und ich.

Leonie hatte alle Happy Flats zu einem Treffen eingeladen. Es waren auch einige meiner Verwandten da. Es war schon sehr cool die Geschwister mal wieder zusehen und zu gucken, wer sich wie entwickelt hat.

Damit uns nicht langweilig wird, hatte Leonie einige Spielchen vorbereitet. Wir sollten Aufgaben erledigen, wie z.B. über eine Hürde zu springen. Ist nicht schwer, ha, das denkt ihr!!!

Gemeinerweise hatte Leonie vorher Wurststückchen auf die Stange gelegt. Das erschwerte die Sache natürlich extrem.

Die Menschen hatten es aber auch nicht einfacher. Sie sollten Wurst und Apfelstücke aus einem mit Wasser gefüllten Napf mit Stäbchen fischen. Sandra hat dabei voll versagt. Sie geht nie chinesisch essen, deshalb war das Unternehmen von Beginn an zum Scheitern verurteilt.

O.k., ich war auch nicht besser, als ich an den lecker gefüllten Näpfen vorbei zu ihr laufen sollte. VORBEI, so ein Blödsinn, ich lasse doch  nicht Äpfel, Leckerlis und Wurst stehen!!! Ist doch schließlich zum Essen da.

Haben die meisten von uns Flats so gemacht.

Auf dem Gelände der Burg La Rochette haben Clyde, Journo und ich dann noch etwas gepost und die Lage gecheckt.

Ich habe sogar einen Kollegen von mir kennengelernt. Er arbeitet bereits als Therapiehund.  Und sein Kumpel ist, genau wie ich, dabei einer zu werden.

Von Leonie habe ich dann noch nachträglich gaaaaanz viele tolle Geburtstagsgeschenke bekommen. Und meine Papiere. Das ist so ein Zettel, der mich offiziell zum Happy Flat Zuchthund macht. Sandra meinte, ihr sei das nicht wichtig. Hauptsache ich sei ein guter Therapie- und Familienhund. Mhm, ich glaube da bin ich auf einem guten Weg.

Sandra hat sogar zugegeben, dass ich gar nicht so ein Hasenpups bin, wie sie immer dachte. Mein Bruder Larry ist kleiner als ich und ein paar von meinen Geschwistern auch. O.k., dafür sehe ich eher wie der Bursche vom Strand aus und nicht so edel, wie die anderen. Egal, ich denke Sandra mag mich so, wie ich bin.

Allerdings habe ich ein bisschen Sorgen, dass ich mit so einem hochtrabenden Namen keinen Blödsinn mehr machen darf. Aber ich mache das einfach trotzdem 😉

Übrigens, mein offizieller Name lautet:

Nalu Gleeful Time with Toni of Happy Flats

Dazu muss ich euch noch was erklären.

In Luxemburg wird Anfang jedes Jahres vom Verband ein Buchstabe bestimmt, mit dem jeder Name beginnen muss. Von allen Welpen, die in dem Jahr geboren werden. 2016 war das, das „N“.

Nalu, ist das hawaiianische Wort für Welle.

Gleeful heißt fröhlich auf Englisch und steckte in Hannes offiziellem Zuchtnamen. Das war Sandra wichtig, damit etwas von meinem Kumpel bei mir bleibt.

Schöne Idee, finde ich.

Bis bald

Toni

 

 

Brief 117 – Besuch in Luxemburg

Hallihallo,

am Freitag waren wir wieder in Luxemburg und ich durfte dieses mal auch zu den Welpen.

Zuerst habe ich aber ein Erfrischungsbad in der Wassermuschel genommen. Da ich quasi ein bisschen, wie der „ König der Wellenplantscher“ bin, habe ich den Fuzzis gezeigt, wofür das Wasserding da steht. Sie waren auch ganz interessiert, aber mit hineingekommen ist keiner…

Zwei von den Jungs kamen auch immer wieder zu Sandra und mir angedackelt. Einer hat sogar schon eine Papierrolle apportiert und Sandra gebracht. Gute Voraussetzungen für einen angehenden Therapiehund und ehrenamtlichen Sofakissenwegschlepper!!! Mal gucken, ob wir ihn bekommen, das wäre schön.

Die Kleinen haben immer wieder versucht, an meiner Rute herum zu zupfen. Wenn mir das zu bunt wurde, bin ich einfach aufgestanden und habe die Rute hochgehalten. Dann kommen die Minis nicht mehr dran…Cooler Trick, nicht wahr?!

Im Welpengehege hat Frau Junck viele tolle Dinge aufgebaut, damit sie verschiedenes schon kennen lernen; einen Tunnel, Schaukeln, Wackelbretter, Wassermuschel, Bällebad und Klettergeräte… Das ist gut für uns, wenn der Kleine schon viel kennt.

Wir haben noch gemeinsam eine Runde gechillt und dann kam die Fütterung. Voll lustig, wie sie da alle in der Reihe am Futtertrog standen und geschmatzt haben.

Wir freuen uns riesig auf Ende September. Dann zieht der Nachwuchs ein!!!

Bis bald

Hannes

Brief 115 – Neuer Kumpel

Hey Leute,

ich bin volle Kanne aufgeregt. Ich bekomme einen Kumpel!!!

Ende September zieht ein Welpe bei uns ein. Yeah, das wird bestimmt lustig, aufregend und auch ein bisschen nervig.

Cool daran ist, dass ich dem Fuzzi dann alles Mögliche zeigen kann. Ich versuche ein guter Lehrer zu sein. Ich werde ihm so wichtige Sachen beibringen, wie im hohen Bogen in den Graben springen (am besten den mit Entengrütze drin), schütteln in der Wohnung, Sofakissen apportieren und Schuhe verstecken (man weiß nie, wofür man die noch gebrauchen kann).

Ach, mir fällt bestimmt noch viel mehr ein…

In zwei Wochen fahren wir wieder zu Frau Junck nach Luxemburg und gucken, ob einer zu uns passt. Dieses Mal konnten wir das noch nicht sehen, da die Welpen noch zu klein sind. Drückt uns bitte die Daumen, dass es klappt…

Ich übe schon einmal mit meinem Dackel.

Ich halte euch auf dem Laufenden.

Bis bald

Hannes

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