Perroactivo

Ein Therapiehund unterwegs

Schlagwort: 24 Stunden

Brief 175- Alfsee

Hallo,

das war vielleicht ein aufregendes Wochenende. Sandra ist mit mir zum Alfsee gefahren. Dort fand das berühmt, berüchtigte 24 Stunden Mountain Bike Rennen statt.

Sie ist natürlich nicht mitgeradelt. Ihr wisst doch, wie sehr sie Fahrradfahren hasst. Wenn das Bike immer einen Platten hat, wenn sie einmal im Jahr damit fahren möchte und sie sich dann mit der Pumpe fast umbringt, ist das auch kein Wunder. Vielleicht sollte ich sie zu einem Kurs anmelden „Wie behandele und pflege ich mein Bike gut!!!“ Gibt es so etwas wohl??? Ach, ich glaube da ist bei ihr Hopfen und Malz verloren.

Apropos Hopfen und Malz…zurück zum Alfsee…

Nein, bevor die Party- Luzie dort starten konnte, mussten wir erst einmal die 3 Teams heile und möglichst erfolgreich ins Ziel bekommen. Das ist uns auch gelungen. Alle unsere 6er Teams haben den Wettkampf bis auf kleinere Blessuren gut überstanden. Gefahren wurde im Team immer nacheinander, so dass alle zwischendurch Pausen hatten. Trotzdem, Hut ab, es wurde nämlich auch nachts im Dunkeln gefahren. Natürlich mit Stirnlampe, wer weiß, wo die Biker sonst gestrandet wären. Sogar, als es anfing fürchterlich zu regnen sind die Biker noch tapfer weiter geradelt. Oder besser gerutscht und geschlittert. Voll herumgeschmuddelt haben sie. Und bei uns angekommen sahen sie aus, wie Schlammmonster. Und ihre Bikes erst einmal. Volle Möhre dreckig!!! Hab das direkt von Nahem gecheckt. Das hätte ich mal bringen sollen, mich so einzusudeln. . Sofort, und ich meine direkt sofort, hätte es einen Mega- Anraunzer gegeben!!!

Ich hatte eigentlich den aller schwersten Job, lieb sein, Oberaufsicht und Maskottchen in einem. Außerdem noch, nicht alles am Campingplatz umbaseln. Dabei ist das doch meine Spezialität. Alle waren aber voll lieb zu mir und haben mich gelobt. Vor allem so laut, dass Sandra es hören konnte!

Lieb waren aber auch die Kids von einem Fahrer. Sie haben sich von Sandra Massagetechniken erklären lassen und ihr dann fleißig geholfen, die Biker wieder fit zu bekommen. Dafür bekommen sie noch eine Urkunde. Die dreijährige Rieke und ihre ältere Schwester Ina wollten sogar die Nachtschicht für Sandra übernehmen. Ihre Mutter war aber strikt dagegen. Verständlicher Weise…

Jetzt aber zu einem dramatischen Punkt. Sandra hat dort eine Entdeckung gemacht. Ihrer Meinung nach super sinnvoll für uns zu Hause. Zunächst war ich deswegen gar nicht beunruhigt. Es handelt sich um eine Kiste mit Wasser drin, die per Akku betrieben wird und mit deren Hilfe die Bikes sauber gespritzt wurden. Ich konnte mir nicht erklären, was sie damit will…Denkt an das Platte Rad, wie soll  das dreckig werden?! Pustekuchen, dafür nicht, es gibt für das Ding eine Pet Box. Was das heißt muss ich wohl nicht gesondert erklären!

Ansonsten habe ich mich dort aber sehr wohl gefühlt.

Zum Schluss noch das allerbeste vom Wettkampf… Unsere Jungs haben den 2ten und 4ten Platz in der 6er Team- Wertung und die Mädels den ersten erkämpft.

Wir gratuliiiiiiiiiiiieren und jetzt dürfen sich alle erholen und die Siege feiern!!!

Ich genehmige mir zu Hause dann eine große Mütze voll Schlaf. Bin ganz schön Müde…

 

Grüße

Toni

 

 

Brief 145- 24 Stunden Rennen

Hallo,

boah, war das eine Nummer. Am Wochenende waren wir beim 24 Stunden Mountainbike- Rennen am Alfsee. Glücklicherweise sollte Sandra nur als Physio tätig werden und nicht mitfahren. Jeder, das was er kann, sage ich nur. Bei der Strecke, hätte ich uns anschließend nach Hause fahren müssen. Ne, ne, da sollte sie lieber die aktiven Fahrer und Fahrerinnen versorgen. Davon hatten alle Beteiligten mehr. Zumal sie den ganzen Schnitt heruntergezogen hätte, so langsam wie sie radelt.

Darum ging es nämlich in diesem Rennen. Die Fahrer hatten 24 Stunden Zeit, so viele Runden wie möglich zu fahren. Es gab Einzelstarter, 2er, 4er und 6er Teams.

Wir waren mit insgesamt drei 6er Mixed-Teams vor Ort. Das wiederum bedeutet, dass Frauen und Männer gemeinsam in einem Team angetreten sind. Es musste mindestens eine Frau pro Team radeln, und sie sollte mindestens 3 Runden in den 24 Stunden fahren.

Damit das Ganze nicht in einem totalen Radelchaos endete, wurde in jedem Team eine Reihenfolge für die Fahrer und Fahrerinnen festgelegt. Das erforderte eine geschickte Planung. Wer fährt am schnellsten, wie wird nachts gefahren usw. Jeder sollte genug Pausen zwischendurch haben und trotzdem sollten möglichst viele Runden zusammen kommen. Eigentlich waren alle mehr oder weniger zum Spaß dort. Aber bei dem ein oder anderen kamen dann doch ehrgeizige Züge durch und es wurde um die vorderen Plätze mitgefahren.

Ich war mir erst nicht so ganz sicher, was mein Job sein sollte. Daher habe ich mich auf drollig gucken, ordentlich mit der Rute wedeln und mich streicheln lassen eingestellt. Hat wunderbar funktioniert… Irgendeiner hat mich immer gekrault oder mit mir eine Runde gedreht und mir die große weite Welt am Alfsee gezeigt.

Was ich allerdings eine bodenlose Frechheit fand, war dass die Biker sich beim Fahren total eingesudelt haben und Sandra mit ihnen nicht gemeckert hat. Das sollte ich nur einmal beim Spaziergang wagen. Dafür würde sie mich sofort stramm stehen lassen und zu Hause; ab Marsch ruckizucki unter den Gartenschlauch. Nicht einer von ihnen wurde ausgeschimpft!!! Im Gegenteil, sie durften sich auf der Massageliege noch die Beine wieder fit massieren lassen.

Als ich mich dann demonstrativ auf die Liege gelegt habe um einfach mal ein bisschen herum zu posen, hat sie mich direkt heruntergejagt. Egal, alle andren waren nett zu mir. O.k., Sandra normalerweise auch… Vielleicht war sie auch nur nicht ganz ausgeschlafen. Wir mussten schließlich 24 Stunden wachsam sein, damit keiner auf der Strecke bleibt. Im wahrsten Sinne des Wortes. An Schlafen war da nicht richtig zu denken.

Es hat aber wunderbar geklappt. Beim Durchzählen nach dem Rennen, waren alle vor Ort und keiner ist verloren gegangen.

„Unsere Biker“ haben von über 20 Teams in der 6er Mix- Wertung den dritten und vierten Platz belegt. Sogar das echte Fun-Team, das wirklich nur just for fun an den Start gegangen ist, hat den elften Platz belegt. Herzlichen Glückwunsch an alle!!! Reife Leistung. Sandra und ich ziehen den Hut davor.

Uns hat das Wochenende sehr viel Spaß gemacht und vielleicht steige ich ja noch zum Teammaskottchen auf. Yeah, dann darf ich im nächsten Jahr eventuell wieder mit dorthin.

 

Bis bald

Toni

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