Hallo,

neulich habe ich Misteln entdeckt. Kannte ich vorher nicht. Normalerweise hängen sie nicht grade in meiner Augenhöhe in den Bäumen. Da durch den Sturm aber einige Bäume umgefallen sind, liegen sie samt ihren Mistelzweigen auf dem Boden.

Zunächst konnte ich mit diesem Gestrüpp nichts anfangen, habe aber gehört, dass sie mit einem Brauch zu tun haben, in dem es um das Küssen geht. Das wiederum klang so spannend, dass ich es mal gegoogelt habe.

Voll cool, zur Weihnachtszeit werden Mistelzweige über den Türrahmen aufgehängt. Wenn zwei zeitgleich unter dem Zweig hergehen, dürfen sie sich küssen. Supi dachte ich mir und habe mich erwartungsvoll neben die Zweige gesetzt, die auf dem Boden lagen. Ich finde, man muss da nicht so pingelig sein. Ob die nun hängen oder liegen, wichtig ist doch, dass man dort jemanden trifft und knutschen darf!!! Ich mich also fix neben dem Gestrüpp postiert und auf eine flotte Hundedame gewartet. Voll lange… mindestens 2 Minuten. Kam aber keine…blöd, blöd, blöd… Ich nochmal 2 Warteminuten „drangehängt“… Immer noch keine in Sicht…

Sandra hat dann irgendwann gesagt, sie ginge nun weiter und mich gefragt, ob ich da sitzen bleiben möchte bis die Weihnachtszeit anfängt!? Die ist aber auch ungeduldig!!! Ich habe kurz darüber nachgedacht, mich dann aber dazu entschlossen, mit ihr zu gehen. Bis Weihnachten dauert es mir doch zu lange.

Allerdings muss ich auch mal erwähnen, dass Menschen komische Bräuche haben. Die funktionieren gar nicht immer. z.B., wenn keiner vorbei kommt, oder nur zu Weihnachten

Aber ich komme wieder und bestimmt treffe ich am „Magic Mistelgestrüpp“ noch eine Superhündin zum Knutschen.

 

Bis bald

Toni